Tipps für eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft

In kaum einem Lebensabschnitt gilt es so viel zu beachten wie während der Schwangerschaft. So setzen sich viele werdenden Mütter in dieser prägenden Zeit sehr unter Druck und können die Monate bis zur Geburt nicht ausreichend genießen. Wenn man sich jedoch schon früh genug mit Thematiken wie der richtigen Ernährung während der Schwangerschaft auseinandersetzt, kann man dieser Zeit sowie der anstehenden Geburt voller Vorfreude entgegenblicken. So gibt es bei Beachtung der folgenden Hinweise keinen Grund mehr zur Sorge, dass man dem Kind aufgrund falscher Ernährung etwas Schlechtes tut.

Qualität statt Quantität bei der Ernährung

Ganz grundsätzlich gilt: Entgegen der Annahme der meisten werdenden Mütter, muss man während der Schwangerschaft mengenmäßig nicht „für zwei“ essen. Denn viel mehr als die Quantität, gilt es die Qualität der zu sich genommenen Speisen zu beachten. Faktisch gesehen steigt der tatsächliche Energiebedarf von schwangeren Frauen im Verlauf der Schwangerschaft nur leicht an.

So erhöht sich dieser bis zum Tag der Geburt lediglich um 250 bis 350 Kilokalorien pro Tag, was rein rechnerisch bereits durch den Verzehr einer 100-Gramm-Tafel Schokolade ausgeglichen wäre. Statt in Form von Schokolade, sollte dieser zusätzliche Kalorienbedarf jedoch besser durch den Verzehr von einem Becher fettarmen Joghurt mit Müsli und Früchten oder einer belegten Scheibe Vollkornbrot kompensiert werden.

Der Vitamin- und Mineralstoffbedarf steigt

Frisch gepresster Saft kann die Extraportion an Vitaminen bringen und ist eine gute Alternative zu WasserWährend der Energiebedarf also im Verlauf der Schwangerschaft kaum ansteigt, ist es umso wichtiger, dass die Schwangere sich ausgewogen ernährt und sehr viele Vitamine und Mineralstoffe zu sich nimmt. Denn der Bedarf an diesen Nährstoffen ist nun deutlich größer als vor Beginn der Schwangerschaft.

Um dem gerecht zu werden, ist es sehr empfehlenswert, viele pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse und Obst zu sich zu nehmen. Hinsichtlich der Getränke sind kalorienfreie und kalorienarme Durstlöscher die beste Wahl. Eine gute Wahl, mit der man nie etwas falsch machen kann, ist Wasser. Wem das mit der Zeit zu fad ist, kann mit leckerem Saft für Abwechslung und gleichzeitig die Extraportion Vitaminen sorgen. Wer gerne Säfte selber machen möchte, sollte sich mit der Anschaffung eines Entsafters beschäftigen.

Tierische Lebensmittel in Form von Fleisch und Milchprodukten hingegen sollten lieber mit Bedacht und nicht in zu großen Mengen verzehrt werden. Wenn möglich sollte man dabei lieber auf fettarmes Fleisch und fettarme Milchprodukte zurückgreifen.

Auch, wenn viele Schwangere folgendes während Heißhungerattacken wohl lieber nicht hören möchten: Beim Verzehr von Snack-Produkten und Süßigkeiten sollte man sich lieber etwas zurückhalten. Denn diese enthalten meist Fette, bei denen der Anteil gesättigter Fettsäuren verhältnismäßig sehr hoch ist.

Auf welche Lebensmittel sollte verzichtet werden?

Wenn man den allermeisten Ratgeberartikeln Glauben schenkt, ist während der Schwangerschaft nahezu jedes Lebensmittel in irgendeiner Form gefährlich. Doch wirklich starke Einschränkungen und gar Verzehrverbote gibt es eigentlich kaum. Zu den wenigen Nahrungsmitteln, die im Verlauf der Schwangerschaft wirklich nur mit Bedacht und in kleinen Mengen verzehrt werden sollten, zählt beispielsweise Lakritz. Dieses enthält die Substanz Glycyrrhizin, die mitunter Bluthochdruck und einige weitere Nebenwirkungen auslösen kann. Außerdem steht sie im Verdacht, sich negativ auf die Entwicklung des Kindes im Mutterleib auszuwirken.

Bezüglich der Getränkewahl sollten schwangere Mütter nie große Mengen an koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, schwarzem und grünem Tee sowie Cola zu sich nehmen. Zuletzt sind Rohmilchprodukte mit Vorsicht zu genießen. Denn dabei handelt es sich um unverarbeitete Lebensmittel, in denen sich Listerien befinden. Diese Bakterien können Auslöser für die Infektionskrankheit Listeriose sein, die zwar nur selten vorkommt und für Erwachsene meist harmlos ist, für das Ungeborene jedoch sehr gefährlich werden kann.

Wenn sich die Schwangere jedoch im Vorfeld ausreichend informiert und ihre Ernährung stets im Blick hat, steht einer wunderbaren Schwangerschaft nichts mehr im Wege.

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